der deutsche Jurist – Prawnik

Der deutsche Jurist hat eine ähnliche Ausbildung wie in Polen.

In Deutschland darf man sich Jurist (Prawnik) nennen, wenn man erfolgreich Jura studiert hat und das Studium durch ein erstes Staatsexamen abgeschlossen hat.

In Polen gibt es keine Staatsexamen. In diesen Punkt unterscheiden sich der deutsche vom polnischem Juristen.

Anders als in Polen sind aber die Möglichkeiten als einfacher Jurist in Deutschland tätig zu werden nicht besonders groß.

Der deutsche Jurist darf nicht Mandanten rechtlich beraten und vor Gericht auftreten. In Deutschland gibt es ein sogenanntes Rechtsberatungsgesetz. Danach dürfen-von wenigen Ausnahmen abgesehen-nur Rechtsanwälte eine kostenpflichtige Beratung und Vertretung von Mandanten vornehmen.

Von daher wird in der Regel der deutsche Jurist nach bestandenem ersten Examen das zweite Staatsexamen anstreben.

Um dieses zu erreichen, muss er zunächst ein Referendariat ablegen, dass in der Regel zwei Jahre dauert.

Danach wird das Referendariat mit dem zweiten Staatsexamen abgeschlossen.

Wenn der Jurist/Assessor das zweite Staatsexamen besteht, dann darf er die Zulassung zum Rechtsanwalt beantragen.

Als Rechtsanwalt darf er dann Rechtsdienstleistungen uneingeschränkt anbieten.